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Little Women – Betty und ihre Schwestern

Louisa May Alcott

Mo. 27. April 20 Uhr

Di. 28. April 20 Uhr

Do. 30. April 20 Uhr

Fr. 01. Mai 20 Uhr

Little Women – Betty und ihre Schwestern

Das Stück ist gerahmt von einer Meta-Ebene: Louisa May Alcott präsentiert ihr Manuskript „Little Women“ einem männlichen Verleger, der Zweifel daran hat, dass eine Geschichte über Mädchen, geschrieben von einer Frau, von gesellschaftlicher Bedeutung sein kann. Diese Rahmenhandlung macht sichtbar, wie sehr weibliches Erzählen selbst um Anerkennung kämpfen muss.

Innerhalb dieser Struktur werden die vier March-Schwestern als unterschiedliche Entwürfe weiblicher Identität in einer patriarchalen Gesellschaft erfahrbar:

- Jo steht für Kreativität, Widerstand und den Anspruch, als Frau ernst genommen zu werden. Sie fordert das Recht auf eine eigene Stimme und ein selbstbestimmtes Leben.


- Meg verkörpert den Konflikt zwischen Liebe, Sicherheit und Unabhängigkeit und zeigt, wie ambivalent traditionelle Rollen sein können.


- Amy repräsentiert den Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung, lernt jedoch, äußere Maßstäbe kritisch zu hinterfragen und ihren eigenen Wert neu zu bestimmen.


- Betty steht für leise, aber kraftvolle Solidarität und Fürsorge als aktive ethische Haltung statt passives Ideal.


Zwischen Liebe, Verlust, Kreativität und Verantwortung verhandelt „Little Women“ damit nicht nur das Erwachsenwerden der Schwestern, sondern auch die Frage, wem Geschichten gehören, wer sie erzählen darf und wie Frauen sich kollektiv wie individuell Räume der Freiheit erkämpfen können.

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